Norwegische Waldkatzen
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Norwegische Waldkatzen
Groß, robust, sogar als ursprünglich wird das äußere Erscheinungsbild häufig beschrieben. Dennoch gelten Norwegische Waldkatzen als aufgeschlossene Familientiere, ganz entgegen der schroffen Art, die den skandinavischen Völkern nachgesagt wird. Erste Mythen, die auf die Rassegeschichte hinweisen, ranken sich um Wikingerkatzen. Auch in der norwegischen Sagenwelt wird an mancher Stelle auf wildkatzenähnliche Tiere hingewiesen. Vermutet wird, dass sich mitteleuropäische Artgenossen lange Zeit nicht nur räumlich isoliert, sondern vor allem klimatisch den Erfordernissen der nördlichen Breitengrade anpassen konnten und mussten.
Das halblange Fell zeigt deutlich die Anpassung an ein raues Klima: Dichtes Unterfell und wasserabweisendes Deckhaar schützen vor vielen Widrigkeiten. Typisch sind außerdem die ausgeprägte Halskrause, Schneeschuhe an den großen Pfoten wie auch ein auffallend langer, buschiger Schwanz. Heute wird die Rasse häufig mit der Maine Coon verglichen, jedoch ist das Fell nicht so seidig. Grundsätzlich sind keine Farbgebungen ausgeschlossen. Allerdings sind die Urformen vorwiegend getigert oder schwarz. Weiße Marken sind durchaus erwünscht beispielsweise in Form von weißen „Stiefeln“. Die Kopfform ist dreieckig. Pinsel an den Ohren verstärken die Ähnlichkeit mit wilden Katzenarten. Der gerade, kräftige Nasenrücken prägt das charakteristische Gesicht.
Norwegische Waldkatzen wirken wie „sanfte Riesen“. Ihre Verspieltheit steht dem naturbezogenen, rauen Landleben fast entgegen. Auch suchen Norweger die Bindung zu „ihren“ Menschen. Selbst Artgenossen und anderen Haustieren gegenüber sind sie aufgeschlossen. Das Resümee zum Wesen der Waldkatzen ist ein ganz positives: Sie werden als unkomplizierte und ebenso anpassungsfähige Mitbewohner geschätzt und geliebt.